Tag 3, Mittwoch, 1. Juli 2026

Um kurz nach 9 Uhr, als ich aufbreche, sieht es schon nach einem sehr schönen und heißen Tag aus! Mein Tacho zeigt 27 °C !

Zunächst fahre ich noch ein Stück zurück nach Stavern. Dort versuche ich noch einmal, leider erfolglos, in die Garnisonskirche zu kommen. Doch die öffnet erst um 12 Uhr für zwei Stunden. Da bin ich schon unterwegs!
Stattdessen erkunde ich kurz die Garnison, für welche die Kirche gebaut wurde. Deren Gebäude dienen heute zivilen Zwecken; Galerien, kleine Handwerksbetriebe, Schiffsausstatter, usw.!

Danach breche ich auf Richtung Helgeroa. Von dort aus geht eine Fähre nach lAngesund. Das spart mir etliche Kilometer!
Ein Ziel auf dem Weg ist die alte Steinkirchen des kleinen Ortes Berg: Berg Sten Kirke.

Sie ist eine der ältesten Kirchen Norwegens, gebaut um das Jahr 1100. Alsan die neue, größere Holzkirche baute (Bild), begann man die alte Kirche abzureißen. Man sieht an den Giebel- und Firststeinen, wo die weggenommenen Steine ersetzt wurden. Es ist privater Initiative zu verdanken, dass die Kirche heute noch steht und gut erhalten ist. Im Inneren birgt sie wohl auch den ein oder anderen Kunstschatz, z.B. einen uralten Runenstein, der die Verbindung zur früheren Religion hält.
Leider ist die Kirche geschlossen und öffnet nur zu besonderen Anlässen, sodass ich noch ein wenig verweile und mir die Geschichte dieser Kirche vorstelle, bevor ich meinen Weg fortsetze.

In Helgeroa bin ich so früh, dass ich in Ruhe etwas essen kann.
Dabei treffe ich auf eine Gruppe älterer Deutscher, die einen Segeltörn entlang der Küste machen. Sie interessieren sich sehr für Fahrrad und meine Tour und wir machen gegenseitig ein paar Bilder

Auf dem Weg zur Fähre spricht mich ein anderer Radreisender an, der die Fähre sucht. Ich heiße ihn, mir zu folgen und kurz darauf sind wir da.
Entgegen meiner Erwartung sind wir die einzigen Gäste und es ist kein Problem, die gut bepackten Fahrräder auf dem kleinen Schiff unterzubringen

Die Fahrt nach Langesund stellt sich als einen kleinen Höhepunkt des Tages heraus, da sie mich sehr an die Schären vor Stockholm erinnert. Laute kleine Inselchen, zwischen denen wir in Kurfen fahren und dabei vielen sonnenbadenden Norweger/innen begegnen.
Mein Mitfahrer ist ein älterer Mann aus den Niederlanden, von dem ich mich in Langesund freundlich verabschiede.

Auf dem Weg zum Kjoenoeya-Canpingplatz mache ich einen Abstecher zur ebenfalls sehr alten Ruine einer Olavskirche. Doch darüber berichten ich morgen!

Gegen 19.15 Uhr komme ich dann auf dem Campingplatz an, bekomme einen großzügigen Platz und lasse den Tag ruhig ausklingen.

Tagesleistung:56 km, in vierdreiviertel Stunden, mit 653 Hm.

Viele Grüße und bleiben Sie behütet!