Oktober 2022

Liebe Gemeinde,

seit einigen Jahren beschäftigt sich das Presbyterium unserer Kirchengemeinde schon mit der Frage, wie Gemeindearbeit in Zukunft aussehen wird und geleistet werden kann. Ein wesentlicher Aspekt unserer Überlegungen ist dabei der Umgang mit unseren Gebäuden. Ja, wir haben sie lieb, die Stätten, da Gottes Ehre wohnt und in denen wir ihm zur Ehre wirken und uns versammeln: die Kirche, das Gemeindehaus, den Kindergarten und das Pfarrhaus.

Ja, sie sind uns lieb, diese Stätten – und sie sind uns teuer! Angesichts von sinkenden Gemeindegliederzahlen, steigenden Energie- und Unterhaltskosten und rückläufigen Finanzmitteln hat das Presbyterium ein Konzept entwickelt, über das wir bei einer Gemeindeversammlung berichten möchten.

Inzwischen wurde die Dringlichkeit dieser Thematik auch von der Landeskirche erkannt. Bei der letzten Sitzung der Landessynode wurde deshalb ein Gesetz beschlossen, welches vorsieht, bis zum Jahr 2030 die Gebäudekosten um 30 % zu senken. Gleichzeitig wurde angesichts der prekären Energie- und Umweltsituation auch beschlossen, dass die CO2-Emissionen um 90 % reduziert werden sollen. Damit hat sich unsere Landeskirche ein ehrgeiziges Ziel gesetzt, mit dem sie die Zukunft der Verkündigung und des gemeinsamen christlichen Lebens und Wirkens sichern und in Sachen Bewahrung der Schöpfung mit gutem Beispiel vorangehen will.

Um diese Ziele zu erreichen, wurde ein Projekt gestartet, in das alle Dekanate und Kirchengemeinden eingebunden sind. Es heißt: „Räume für morgen“ (www.raeume-fuer-morgen.de). Die Leitung liegt bei den Dekanaten. Dort werden z.Zt. Arbeitsgruppen installiert, deren Zusammensetzung sich in der Regel an den bestehenden Regionalgruppen orientiert. In unserem Fall ist dies die Verbandspfarrei. Bis zum Jahr 2025 sollen dort Vorschläge erarbeitet und dann von den Bezirkssynoden beraten und verabschiedet werden, wie die gesetzten Ziele erreicht werden können. In den Jahren 2026 bis 2030 sollen die vereinbarten Maßnahmen dann umgesetzt werden.

Damit steht uns eine spannende Zeit bevor, in der es hier vor Ort für das Presbyterium sicher auch einige (Mehr-)Arbeit geben wird. Das Presbyterium stellt sich dieser Aufgabe gerne. Da es uns wichtig ist, dies gemeinsam mit Ihnen, den Mitgliedern unserer Kirchengemeinde zu tun, laden wir zu der o.g. Gemeindeversammlung ein. Wir freuen uns über alle, die dieser Einladung folgen, um konstruktiv an der Zukunftsfähigkeit unserer Kirchengemeinde mitzuarbeiten.

In diesem Sinne Grüße ich Sie ganz herzlich,

Ihr