Tag 2, Dienstag, 30. Juni

Nach einer kurzen Nacht (das Fußballspiel!) und einem ebenso kurzen Frühstück starte ich um kurz nach sieben Uhr nach Hirtshals im äußersten Norden Dänemarks. Von dort wollen Fahrrad und ich nach Larvik in Norwegen übersetzen. Gegen halb Zwölf kommen wir dort an, nachdem wir gefühlt die halbe Fahrt mit Baustellen zu tun hatten. Nicht nur Deutschland kann Baustellen!

Und so rollen Fahrrad und ich zur „Super Speed 2“- Fähre und müssen auch gar nicht so lange auf das Boarding warten. Heute sind ganz viele Fahrradreisende und Motorrad-Fans unterwegs. Und wir dürfen Mal wieder als eine Gruppe der Ersten aufs Schiff

Dort habe ich für die Überfahrt die Teilnahme am Buffet reserviert. Da kann ich das dürftige Frühstück kompensieren und habe auch gleich einen festen Sitzplatz in guter Lage für die ganze Überfahrt. Die dauert 3 Stunden und eine Dreiviertelse. Und dann sind wir schließlich da!

Nachdem es noch so früh am Tag ist (16.30 Uhr, Abfahrt war um 12.45 Uhr), nehmen Fahrrad und ich gleich die ersten Kilometer der Tour unter die Räder! Wir verlassen Larvik in südlicher Richtung. Unser Ziel ist der „Solplassen-Campingplatz“ bei der kleinen Stadt Stavern. Die war bis zum Anfang des Jahrtausends eine wichtige Garnisonsstadt – vor allem für die Marine. Neben den Festungsgebäuden, die ich morgen besuchen will, zeigt davon noch die alte Garnisonskirche mitten in der Stadt, die im Rokoko-Stil erbaut wurde und als einzige ihrer Art in Norwegen einen kreizfoermigen Grundriss hat.Leider ist sie geschlossen, beeindruckt aber auch von außen durch ihre Ausstrahlung. Wenn es das Meer nicht gäbe, dann gäbe es auch diese Kirche.nicht, die zur Gar ison an der Küste ganz einfach dazugehört! (Bild!)

In Sichtweite zur Festung und zum Campingplatz steht auch ein gewaltiges Monument für die Opfer der norwegischen Handelsmarine aus den beiden Weltkriegen. Es ist gebaut wie eine monumentale Pyramide, in deren Innern der Opfer auf verschiedene Weise gedacht wird. Sehr viele von ihnen sind durch deutsche Kampfhandlungen umgekommen. Nachdenkliich verlasse ich diesen Ort und checke gegen 19 Uhr auf dem Campingplatz ein, wo der Tag dann wesentlich früher endet als der Gestrige!

Tagesleistung: 18 km, 130 Höhenmeter (Hm), in eineinhalb Stunden.

Viele Grüße von der norwegischen Küste und bleiben Sie behütet,