Tag 7, Sonntag, 5. Juli 2026

Schon bei der Abfahrt ist es heute ziemlich heiß! Zwischendurch ist es auch Mal bedeckt, aber man Tacho zeigt bis zu 27 Grad im Schatten. Für Deutschland sind das im Moment wohl angenehme Temperaturen, aber zum Fahrradfahren mit einem Gepäck und etlichen Steigungen ein wenig suboptimal. Aber, was soll’s: Das sind die Umstände – und denen muss ich mich fügen!

Zunächst überquere ich die Bucht, in welcher der Fluss Otra in das Skagerrak mündet. Dann geht.ed weiter Richtung Mandal.
Als ich Kristiansand verlasse, verpasse ich eine unscheinbare und nicht ausgeschilderte Abzweigung, was mich eine knappe halbe Stunde und eine deftige Anzahl von Höhenmetern kostet. Aber eine freundliche Norwegerin und ein ebensolcher Norweger helfen mir auf den rechten Weg.

Dieser führt weg von der kürzesten Strecke entlang der Küste. Ein wichtiges auf dem Weg ist für mich die Harkmark-Kirche. Bevor ich diese erreiche, schaue ich noch am Urlaubsort unseres Presbyteriumsvorsitzenden vorbei
Er hat mir einiges davon erzählt – und so nutze ich die Gelegenheit, mir ein eigenes Bild zu machen. Das fällt dann auch sehr positiv aus!

Eine gute Stunde später komme ich dann an der Harkmark-Kirche an. Sie ist als Nachfolgerin einer älteren Kirche tatsächlich direkt neben einem Steinkreis aus der Vorgeschichte des Christentums gebaut worden. Die Kirche selbst ist (Mal wieder) geschlossen, aber das gibt mir Zeit, in Ruhe dem Anblick zu studieren, der sich mit bietet. Es beeindruckt mich, dass die Erbauer der Kirche den Steinkreis haben stehen lassen. Vielleicht wollten sie ihn auch in gewisser Weise „christianisieren“

Oder die haben ihn einfach als Teil ihrer – auch religiösen – Geschichte akzeptiert. U.U. hat gerade auch diese Haltung die Akzeptanz der neuen Religion nachhaltig befördert. Man muss wohl nicht immer erst alles kaputt machen, um etwas Neues aufzubauen!
Dieser Gedanke begleitet mich auf meiner Fahrt nach Mandal, wo ich etwa eineinhalb Stunden später ankomme!

Dort habe ich mir für meine Übernachtung dem „Sandnes“-Campingplatz ausgesucht. Der hat eine sehr angenehme Atmosphäre: Als ich ankomme, ist die Rezeption geschlossen. Aber es steht ein Schild da, das mich ermuntert, mir einem Platz zu suchen und erst am nächsten Morgen zu zahlen. Schön gestaltete Holzschildunikate weisen den Weg zu allen Einrichtungen – und so ist alles kein Problem!

Nach Zeltaufbau und Einrichtung schaue ich mir anderen Gästen und Einheimischen in der Garage der Besitzerin das Fußball-Weltmeisterschaftsspiel Norwegen -Brasilien, welches Norwegen zur Freude aller 2:1 gewinnt! In der Pause nehme ich mein Abendessen ein und nach dem Spiel falle ich erschöpft in einem tiefen Schlaf!

Tagesleistung: 75 km, in ca. 6,5 Stunden, 958 Hm

Viele Grüße von der Tour und bleiben Sie behütet!