Autor: Bjarne Skötsch Seite 2 von 9

5. Tag – Reisetagebuch PfarrRadTour 2025

Habe ich schon erwähnt, dass es in Norwegen z.Zt. richtig heiß ist? Kein Wunder, dass viele ehemalige Südeuropaurlauber inzwischen umdisponiert haben. Denn: Norwegen kann inzwischen mit hochsommerlichen Temperaturen durchaus mithalten – wenngleich es hier nicht ganz so grausam ist, wie im Süden. Zum Fahrradfahren ist es aber entschieden zu heiß! Wie dem auch sei: Dies sind meine Karten – und mit denen muss ich spielen!

Heute läuft die Route am Sognefjord und Sognedalsfjord entlang bis nach Kaupanger. Auch dort steht eine Stabkirche, die ich heute aber nur von außen sehen werde, da ich wohl nicht rechtzeitig vor Schließung der Kirche dort sein werde.

Zunächst schaue ich mir aber die Hopperstadkirche in Vik von innen an. Da war ja gestern bei meiner Ankunft auch schon geschlossen.
Die Hopperstadkirche ist eine der ältesten Stabkirchen – zumindest in ihrem Grundbestand. Denn zum einen würde mit der Zeit verschiedenes geändert und umgebaut – und zum anderen hatte der Abriss der Kirche gerade begonnen, als Architekt Blix die „rettete“. Die Leute damals hatten eine neue Kirche und für die Alte keine Verwendung mehr – außer sie, wie andernorts zu Brennholz zu verarbeiten.

Blix restaurierte die Kirche nach dem Vorbild der Stabkirche von Borgund, die damals noch am besten von allen erhalten war. So bekam sie wieder einen sog. „Svalgang“, d.h. einen überdachten Gang um die Kirche herum. Außerdem erhielt sie einen Dachreiter mit den mythischen Figurenköpfen und anderes mehr.

Erhalten wurde das sog. „Altarciborium“ – ein Überbau eines Seitenaltars, übrigens der besterhaltenen des Nordens! Bemalt ist er im Innern mit Szenen aus dem Leben der Gottesmutter Maria
Die ganze Konstruktion ruht auf 16 großen Pfählen – den Stäben“ welcher dieser Art von Kirche den Namen gegeben haben.

Schließlich muss ich mich von dieser Kirche losreißen, denn ich habe ja noch einen Weg vor mir!

Der führt mich u.a. nach Leikanger, wo es gleich zwei besondere Stätten gibt: Zum einen eine der ältesten Steinkirchen der Region um den Sognefjord (= größer Fjord Norwegens) – und zum anderen gibt es hier einen sogenannten „Baldersstein“. Das ist eine Säule aus der Wikingerzeit, wahrscheinlich zu Ehren des Gottes „Balder“, eines Sohnes Odins, der bei uns unter dem Namen „Baldur“ bekannt ist. Es ist die größte Säule ihrer Art. (Zu Kirche und Stein siehe die Bilder!)

Schließlich komme ich relativ spät in Kaupanger an – wo ich die Stabkirchen erst einmal aus der Entfernung sehr. Davon morgen mehr!
Heute übernachte ich auf einem Self-Service-Campingplatz. Das bedeutet: Man sucht sich eine Parzelle und abends kommt dann jemand, der kassiert. Der Platz liegt direkt am Fjord – und die besten Plätze haben natürlich die Womos reserviert.

Aber ich bin mit meinem Platz neben einem sehr netten deutschen Ehepaar sehr zufrieden. Hundemüde falle ich nach dem Abendessen auf die Luftmatratze – und bald darauf in seligen Schlaf!
Bis morgen – und bleiben Sie behütet!

Tagesleistung: 65 km, 569 Hm, in rund 6 Stunden – deftiger Anstieg bei immer noch großer Hitze auf den letzten 10 km!

4. Tag – Reisetagebuch PfarrRadTour 2025

Nachtrag zu Bergen und Tvindefossen:
Da waren es 460 Hm!

Heute stand zum Auftakt eine echte Hammertour auf dem Programm. Denn um zur nächsten Stabkirche zu gelangen, musste ich von meinem Campingplatz beim Tvindefossen nach Vik am Sognefjord fahren.
Das waren am Ende des Tages zwar nur 61 km, dafür waren aber 1320 Hm zu überwinden! Das steilste Stück konnte nur mit Serpentinen bewältigt werden. Bei bis zu 42 Grad in der Sonne (Schatten gab es kaum!) war das eine extrem anstrengende und schweißtreibende Angelegenheit. So war ich am Ende des Tages auch ziemlich fertig, obwohl es unterwegs landschaftlich besonders schön war!

In Vik war die Hopperstadkirche natürlich schon geschlossen. Darum werde ich sie mir morgen von innen ansehen. Aber auch von außen ist sie sehr beeindruckend – und ich konnte auch die bekannten Holzschnitzereien bewundern, die vor über 800 Jahren entstanden. (Bilder!)

Vor der Hopperstadkirche kam ich jedoch noch an der „steinalten“ Hovekirche vorbei. Sie ist eine der ältesten Steinkirchen Norwegens und wurde vom schon erwähnten Archiitekten Blix vor dem Verfall gerettet, indem er sie kaufte und renovierte. Zum Dank durfte er sich auch darin begraben lassen, obwohl das zu der Zeit eigentlich schon verboten war! ( Bilder!)

Die Marienstatue ist eine Replik. Das Original ist eines der wertvollen Stücke im Historischen Museum Bergens!
Übernachten werde ich heute auf dem Zeltplatz in Vik, in unmittelbarer Meeresnähe. Da werde ich dann auch ein wenig regenerieren!
Bis morgen – und bleiben Sie behütet!

Tagesleistung: 61 km, 1320 Hm, in rund 7,5 Stünden.

3. Tag – Reisetagebuch PfarrRadTour 2025

Die Nacht auf der Fähre war sehr speziell! In Ermangelung einer Kabine bekam ich ja einen sogenannten „Air-Seat“. Das war ein Sessel in einem Raum, der wie eine Flugzeugkabine eingerichtet war – mit Recht engem Sitzabstand. Dort hielt ich es eine runde anderthalbe Stunde aus. Dann suchte ich mir etwas anderes und fand einen netten Platz auf dem Schiffsdeck. Da war es ruhig, es gab frische Luft und ich konnte liegen! Gegen fünf Uhr war die Nacht dann wegen Putzarbeiten auf Deck zu Ende. Also suchte ich mir einen neuen Platz, bevor ich mich am Frühstücksbuffet labte.

Um kurz vor 13.00 Uhr könnte ich dann das Schiff verlassen und machte mich gleich auf den Weg zu den drei Kirchen, die ich in Bergen besuchen wollte!

Als erstes stattete ich der Kathedrale einen Besuch ab. Sie gehört in ihrem Grundbestand zu den älteren Steinkirchen Norwegens, wurde aber ursprünglich gar nicht als Dom gebaut, sondern als Klosterkirche. Nachdem die Vorgänger-Kathedrale abgängig war, bestimmte man sie zur neuen Kathedrale, die seitdem eine wechselhaften Geschichte erfuhr.
Im Innern ist sie recht spartanisvh eingerichtet und damit einigermaßen streng protestantisch. Dies hat u.a. auch mit einem Architekten Blix zu tun, der uns noch öfter begegnen wird.

Als nächstes besuchte ich die Marienkirchen, die von vielen auch die „deutsche“ Kirche genannt wird, weil viele deutsche Kaufleute ihr einst viele Stiftungen zukamen ließen. Die deutschen Spuren gibt es noch heute. Die Kirche beeindruckt durch ihre Architektur und ihre Ausstattung. Besonders beliebt ist sie für Trauungen. Man muss sich sehr früh anmelden, sonst ist sie ausgebucht!

Schließlich besuchte ich auch noch die erste Stabkirche der diesjährigen PfarrRadTour. Die liegt ein wenig außerhalb von Bergen im Stadtteil Fantoft. Dazu musste ich ziemlich in die Pedale treten, denn es ging z.T. steil bergauf!

Die Kirche stand ursprünglich in Fortun am Signfjord, wurde dann abgebrochen und in Fantoft auf dem Grundstück eines reichen Bergeners wieder aufgebaut. Damit würde sie zunächst einmal gerettet, fiel dann aber Ende des vorigen Jahrtausends einem Brandanschlag zum Opfer. Danach baute man sie wieder originalgetreu auf – und so kann sie auch jetzt wieder ihre beeindruckende Wirkung entfalten! Nun musste ich mich sputen, damit ich meinen Zug nach Voss nicht verpasste!

Beim Rückweg von der Stabkirche fing es dann zu regnen an, während z.T. gleichzeitig die Sonne schien. Verrückt, aber typisch Bergen!
Mit dem Regionalzug führen Fahrrad und ich dann nach Voss, wo wir dann nach der Ankunft am frühen Abend noch die erste Etappe Richtung Vik in Angriff nahmen, wo weitere besondere Kirchen auf uns warten…!
Die Nacht verbrachten wir dann auf dem Campingplatz unterhalb des Tvinde- Wasserfalls, doch davon morgen mehr!

Bis dahin: Bleiben Sie behütet!

Tagesleistung: 36 km zum Auftakt! Die Höhenmeter werden nachgereicht!

2. Tag – Reisetagebuch PfarrRadTour 2025

Kurz nach sechs Uhr ist die Nacht zu Ende. Nach der Morgentoilette packe ich Fahrrad, das mit mir im Zimmer übernachtet hat. (Siehe Bild!)
Gefrühstückt wird im Schnellrestaurant nebenan – und dann geht es los. Vor mir liegen heute rund 670 km bis Nach Hirtshals an der Nordspitze Dänemarks.

Die Autobahn ist Recht voll, aber es läuft – wenn auch mitunter etwas gebremst durch die vielen LKW und ihre Überholmanöver.
Vor dem Elbtunnel in Hamburg ist der Stau auch überschaubar: Drei Kilometer „Stopp and Go“ sind in Ordnung. Danach läuft es eigentlich bis ca. 40 km vor Hirtshals. Denn da ist die Autobahn auf einmal voll gesperrt – und eine Umleitung ist nicht ausgeschildert. Also kommt der gute alte Autoatlas zu ehren – und nach einer netten Überlandfahrt treffe ich gegen 16.45 Uhr in einer Park- und Raststätte kurz vor Hirtshals ein.

Dort wird mein Auto die nächsten beiden Wochen bleiben. Bis zum Einchecken und der Abfahrt der Fähre habe ich noch Zeit. Also esse ich erst einmal etwas: eine „typisch dänische Mahlzeit“ (siehe Bild!) und mache noch eine kleine Radtour durch Hirtshals (Bilder!), bevor ich dann am Terminal einchecke.

Die Nacht werde ich in einem Liegesessel verbringen. Da habe ich ja von den letzten Touren schon Erfahrung!
Morgen gegen 13.00 Uhr sollen wir da sein. Wie es dann dort weitergeht, berichte ich morgen!
Bis dahin, bleiben Sie behütet!

Tagesleistung: 12 km in ca. 45 Min. (Erkundungsfahrt Parkplatz-Hirtshals-Parkplatz und Fahrradanfahrt zur Fähre).

1. Tag – Reisetagebuch PfarrRadTour 2025

Jetzt startet sie wieder: die neue PfarrRadTour 2025! Sie führt in diesem Jahr noch einmal quer durch Norwegen, von West nach Ost! Unterwegs möchte ich möglichst viele Stabkirchen besuchen – und werde dann von diesen einzigartigen Weltkulturerbestätten berichten.

Aber erst muss ich mal dorthin kommen! Nachdem ich heute morgen noch mit Böhlern und Igelheimerinnen Gottesdienst feiern durfte, startete ich am frühen Nachmittag mit dem Auto Richtung Norden. Mit Ausnahme eines 20-minütigen Unwetters verlief die Fahrt Recht problemlos. Gegen 19.30 Uhr erreichte ich meine heutige Unterkunft in Hannover -Laatzen. Hier war ich vor kurzem schon einmal, während des Evangelischen Kirchentages! (Siehe dazu die Bilder vom Eröffnungsgottesdienst am Rathaus und von der Messe Laatzen!)

Morgen früh fahre ich dann nach Hirtshals in Dänemark. Von dort will ich mit der Fähre bis nach Bergen fahren, wo die Tour dann richtig starten wird.
Von hier aus bedanke ich mich schon einmal für die vielen guten Wünsche, die mich auf dem Weg begleiten! Ich freue mich sehr über diese Anteilnahme und grüße alle, die diese Tour aus der Ferne begleiten, ganz herzlich!!

PfarrRadTour 2025 – Die Stabkirchen Norwegens

zwischen Bergen und Kap Lindesnes

Die 5. PfarrRadTour!

Die Stabkirchen Norwegens sind nicht nur Weltkulturerbe, sondern auch Zeuginnen für eine ganz besondere Weise, dem Glaubensleben eine Heimat zu bieten.

Die diesjährige 5. PfarrRadTour wird diese besondere Weise des Kirchenbaus in ihren verschiedenen Ausprägungen erkunden. Da sich die meisten Stabkirchen im Süden Norwegens befinden, also in einem Teil Norwegens, der von den bisherigen PfarrRadTouren unberührt geblieben ist, verläuft die diesjährige Tour von Bergen aus startend zunächst in östlicher Richtung, um dann südlich abzubiegen. Dabei werden neben dem längsten Fjord Norwegens, dem Sognefjord auch die Ausläufer der Hardangervidda berührt, bis die Tour dann am südlichsten Punkt Norwegens, dem Kap Lindesnes endet. Dann kann man auch davon sprechen, dass die Tour in ihren einzelnen Etappen einmal längs durch Norwegen geführt hat!

„Berge & Meer“ ist nicht nur der Name eines bekannten Reiseunternehmens, sondern könnte auch als Überschrift der diesjährigen Tour dienen. Es werden (ohne An- und Abreise) in knapp zwei Wochen wohl wieder etliche Tausend Höhenmeter zu überwinden sein …!

Nachdem die bisherigen PfarrRadTouren für den Bauverein einen Erlös von mehr als 28.000,- € erbrachten, wird Pfarrer Diringer auch in diesem Jahr wieder „Kilometergeld“ für die Innenrenovierung der Kirche sammeln.

Es geht los mit einem Cent pro Kilometer, was bei den geplanten 800 Km etwa 8,00 € bedeutet. Nach oben sind dann natürlich wieder keine Grenzen gesetzt! Das Geld geht an den Bauverein, mit dessen Mitteln in den letzten Jahren einige Maßnahmen in der Kirche realisiert wurden. Und natürlich sammeln wir auch weiterhin für die geplante Innensanierung der Kirche.

Ihren Beitrag können Sie an Pfarrer Diringer übergeben oder natürlich auch direkt an den Bauverein überweisen. Dazu stehen folgende Kontoverbindungen zur Verfügung:

Vereinigte VR Bank Kur- und Rheinpfalz eG,
IBAN: DE04 5479 0000 0000 8103 63, BIC: GENODE61SPE, Verwendungszweck (bitte angeben!): „PfarrRadTour 2024“.

Oder:

Sparkasse Vorderpfalz,
IBAN: DE68 5455 0010 0001 2040 07, BIC: LUHSDE6AXXX, Verwendungszweck (bitte angeben!): „PfarrRadTour 2024“.

Bitte geben Sie Ihren Namen an, damit alle Spender/innen eine Spendenquittung und den Reisebericht in Papierform erhalten! Und natürlich erscheint nach Abschluss der PfarrRadTour auch wieder ein Bericht hier im „KANAL 8“! Bis dahin, bleiben Sie behütet!

Drei Wochen mit Philip Ntaah aus unserer Partnergemeinde Enchi in Ghana

Hier ist‘s ja wärmer als zu Hause!“, war Philips erster Eindruck als die 10-köpfige Gruppe in Frankfurt ankam. Das sollte sich aber leider bald ändern. Nach Einführungstagen in Landau wurden alle Gäste von ihren Partnergemeinden abgeholt und ein umfangreiches Programm mit dem Schwerpunkt „sustainibility – Nachhaltigkeit“ begann. So besuchte er den Apfelhof Engel in Böhl, den Wertstoffhof und die Beregnungsanlagen des Wasser- und Bodenverbands. Herr Zehfuß nahm sich viele Stunden Zeit, fuhr mit uns bis zum Rhein, wo mit großen Pumpanlagen und vielen Kilometer Rohren Wasser bis in die Felder weit um Böhl geleitet wird. Wir durften Erden testen, die mit verschiedenen natürlichen Düngern verbessert werden. Wir alle waren sehr beeindruckt und Philip machte im Kopf schon Pläne für Enchi.

Mit Pfarrer Diringer besuchte Philip die Gedächtniskirche der Reformation und die Mikwe in Speyer. Dabei erfuhr er einiges Neues über die Reformationsgeschichte und über die Besonderheiten jüdischen Lebens in Deutschland. Bei einem Kurzbesuch im Verwaltungszweckverband des Dekanates traf er unsere Sachbearbeiterin, Frau Muntz, sowie Frau Dekanin Dembek und hatte einen kurzen Einblick in die Tätigkeit unserer Verwaltung.

Uns war aber auch wichtig Philip die Situation von Menschen zu zeigen, die hier in Deutschland in prekären Verhältnissen leben. So besuchten wir das kürzlich errichtete Containerdorf für Asylbewerbende, die Jugendarbeit in der Flakhalle und begleiteten die Menschen zur „Tafel“. Dort retteten und verteilten mit ihm zusammen Lebensmittel. Da ihm als Lehrer und Ausbilder die Bildung besonders am Herzen liegt, besuchten wir zwei Inklusionsschulen, sowie eine Stelle für die Erziehungsberatung in Ludwigshafen. Auch die Wichern Werkstätten für psychisch kranke Menschen in Haßloch standen auf dem Programm, sowie das Wohnheim Bethesda in Landau.

In Worms suchten wir nach Spuren von Martin Luther. Philip besuchte Gottesdienste in Böhl und Iggelheim und war sehr angetan von der regen Konfirmandenarbeit, bei der er den Konfirmandinnen und Konfirmanden nicht nur viele Fragen beantwortete, sondern sie auch mit ghanaischen Rhythmen zum Tanzen brachte. Sehr berührend war die Scheckübergabe von Manfred Scheurer an Philip für sein Schulprojekt und das damit verbundene Gedenken an unsere verstorbene Gertrud Scheurer.

Philip fühlte sich von Anfang an wohl. Es gab natürlich einen Willkommensabend mit dem Partnerschaftskomitee und einen Empfang bei unserem Bürgermeister. Die Böhler und Iggelheimer Presbyterien bereiteten ihn gemeinsam einen Empfang und zum Schluss wurde er mit einer Farewell Party verabschiedet. Vorgebracht hat er da auch die Wünsche bezüglich des Schulfonds für arme Kinder, des Kirchenausbaus und der Errichtung eines Operationsraums für das Gesundheitszentrum.

Besonders beeindruckt hat ihn unser Umgang mit benachteiligten Menschen und die vielen Ideen zum Erhalt der Schöpfung. Ein Plakat hat er dazu gestaltet mit dem festen Vorsatz, zu Hause einiges anzuregen und umzusetzen

Weniger gefallen haben ihm die Kälte, die leeren Kirchen und die grundsätzlich verspäteten Züge. Da haben wir vollstes Verständnis, lieber Philip!

Ruth Prohl und Markus Diringer

Über die Nordlichtkathedrale zum Nordkap – die diesjährige „PfarrRadTour“ ist am Ziel angekommen!

„Na, wie war die Tour?“, wurde Pfarrer Diringer von Vielen gefragt. Und in der Antwort steckten jedes Mal zwei Worte: „Zu heiß!“

Tatsächlich war es wesentlich wärmer, als nördlich des Polarkreises üblich. Über zwei Drittel der Tour herrschten Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad! Einheimische berichteten, dass das sehr ungewöhnlich gewesen sei. Natürlich, auch „da oben“ gab es bisher immer einmal Tage mit 25 oder 26 Grad. Aber die hielten sich nicht über längere Zeit! Und so war deutlich zu merken, dass der Klimawandel auch im „hohen Norden“ angekommen ist! Inzwischen spricht man in Norwegen schon von „Klimatouristen“! Damit sind Menschen gemeint, die früher in Spanien, Italien oder Griechenland Urlaub gemacht haben – und jetzt nach Skandinavien wechseln, weil es ihnen im Süden im wahrsten Sinn des Wortes „zu heiß“ geworden ist

Besonders an den Steigungen machte sich die Hitze mitunter besonders unangenehm bemerkbar. Immerhin überwand Pfarrer Diringer auf seiner Radreise 8880 Höhenmeter. Das sind 37 Meter mehr, als der Himalaya hoch ist.

Dafür passierte er unterwegs sehr lohnende Orte und Landschaften. Einer der Höhepunkte war der Besuch der sog. „Nordlichtkathedrale“ in der Stadt Alta. Da er in Alta übernachtete und darum sehr früh dort war, hatte er für einige Zeit dieses beeindruckende Gebäude ganz für sich alleine. Dabei konnte er dann studieren, wie mit dieser Kirche die Idee des Nordlichtes innen und außen umgesetzt wurde. Dabei erfuhr er auch, dass das Nordlicht früher als „Brücke der Götter“ verstanden wurde. Dieser Gedanke wurde in der Kirche neben den Nordlichtelementen auch durch eine vergoldete Leiter aufgegriffen, welche sich in den Turm erstreckte und an Jakobs Traum von der Himmelsleiter als Verbindung zwischen Gott und den Menschen erinnerte.

Einen weiteren besonders eindrucksvollen Andachtsort fand Pfarrer Diringer am Ziel seiner Reise – dem Nordkapp. Dort wurde, einige Meter unter der Erde, im Felsen eine Kapelle geschaffen, die für alle christlichen Denominationen offen ist. In ihr finden sich nur Symbole für Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, da der Gedanke der Trinität allen christlichen Gemeinschaften gemeinsam zu eigen ist.

Nach über 900 Kilometern endete die PfarRadTour, über die Pfarrer Diringer am 30. Oktober einen kleinen Vortrag mit Lichtbildern beim Erzählcafé am 30 Oktober halten wird.

Auch in diesem Jahr dient die Aktion wieder dazu, Finanzmittel für die Sanierung und Renovierung unserer Kirche „einzufahren“. Welche sich daran beteiligen möchten können ihren Beitrag entweder an Pfarrer Diringer übergeben, oder natürlich auch direkt an den Bauverein überweisen. Dazu stehen folgende Kontoverbindungen zur Verfügung:

Vereinigte VR Bank Kur- und Rheinpfalz eG
IBAN: DE04 5479 0000 0000 8103 63
BIC: GENODE61SPE
Verwendungszweck (bitte angeben!):
„PfarrRadTour 2024“

Oder

Sparkasse Vorderpfalz
IBAN: DE68 5455 0010 0001 2040 07
BIC: LUHSDE6AXXX
Verwendungszweck (bitte angeben!):
„PfarrRadTour 2024“

Bitte geben Sie Ihren Namen an, damit alle Spender/innen eine Spendenquittung und den ausführli-chen Reisebericht in Papierform erhalten können!

Danach wünschen wir viel Freude bei der Lektüre!

Besuch aus Ghana „Akwaba!“ – Herzlich Willkommen!

Kurz vor Redaktionsschluss des KANALs 8 ist Philip Ntaah aus unserer Partnergemeinde Enchi glücklich angekommen.

Ein langer Nachtflug brachte ihn zuerst nach Rom. Dort hatte die ghanaische Delegation nur Minuten Zeit, um das Anschlussflugzeug nach Frankfurt zu erreichen. Auch das Gepäck musste hopp hopp umgeladen werden. Und so kam es, dass die Gruppe in Frankfurt fast 2 Stunden vergeblich auf die letzten 4 Koffer wartete. Die standen vermutlich noch in Rom. Zum Glück waren einige deutsche Gastgeber zusammen mit Pfarrer Ch. Krauth am Flughafen und konnten letztlich regeln, dass die Vermissten nachgeliefert werden.

So kam eine müde Truppe im Butenschoen Haus in Landau an, wo Siegwart Skötsch und ich Philip freudig begrüßten. Nach einigen Kennenlernspielen gabs Abendbrot. Und hier erkannte man gleich die „alten Hasen“ wie Philip, die sich vorsichtig erstmal kleine Portionen von den Salaten nahmen, um zu testen. Ein „Neuling“ war besonders mutig, häufte von allem etwas übereinander und mischte es zusammen. Hoffentlich hat es ihm geschmeckt!

Philip ist in Ghana sehr in der Partnerschaftsarbeit engagiert. Das Bild zeigt ihn mit einer Ehrung für sein ehrenamtliches Engagement
Während seines Besuches wird er an unseren Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen in Böhl und Iggelheim teilnehmen, über Projekte in Enchi berichten und seine Geschenke für die Gemeinden im Gottesdienst überreichen.

Sein besonderes Interesse gilt der schulischen Arbeit und der an Universitäten. Als Leiter der Lehrerausbildung in Enchi möchte er ghanaischen Unterricht verbessern und hofft bei uns auf neue Anregungen. Gerne zeigen wir Ihm die UNI in Landau und werden auch eine Brennpunktschule besuchen, sowie eine Schule, in der Inklusion gelingt.

Es wird eine anstrengende, aber auch spannende Zeit für uns alle werden. Hoffen wir, dass Philip mit interessanten neuen Ideen im Gepäck nach Hause fahren kann. Und vielleicht hat er ja auch die eine oder andere Anregung für uns. Schließlich sind wir ja Partner.

R. Prohl

Besuch aus Ghana

Neuigkeiten aus unserer Partnerschaft mit Enchi in Ghana

Wir bekommen Besuch! Gäste von weit her!

Das Amt für Mission und Ökumene (MÖD) in Landau konnte die Finanzierung klären und so kommt Anfang September eine ghanaische Delegation in die Partner-gemeinden in der Pfälzischen Landeskirche. Uns besucht Philip Ntaah aus Enchi.

Philip Ntaah und Ernest Asare 2018 beim Besuch in Böhl-Iggelheim

Die Delegation wird vom 2. bis 5. September in Landau eine allgemeine Einführung erhalten. Hauptthemen sollen „Umweltschutz“ und „nachhaltiges Leben“ sein. In dem Rahmen besuchen unsere Gäste das Haus der Nachhaltigkeit in Johanniskreuz. Aber auch von Landeskirchenrat ist schon eine Einladung erfolgt. Und weiter ist eine Einführung in deutsche Kultur und Sprache geplant. Wir sind gespannt, ob Philip danach verstehen wird, was es mit „Dubbeglas“ und „Grumbeere“ auf sich hat…!

Der Aufenthalt in unseren Gemeinden Böhl und Iggel-heim beginnt dann mit einem „Willkomm“ bei Heike und Joachim Wies in Böhl. Familie Skötsch aus Böhl wird bis zum 9. September Gastgeber sein. Danach wird Philip bei Ruth Prohl als Vertreterin der Iggelheimer Kirchengemeinde wohnen.

Einige Programmpunkte haben wir schon fest eingeplant:
So werden wir Worms auf Luthers Spuren erkunden, den Landtagsabgeordneten Herrn Zehfuß zum Thema „Umweltschutz und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft“ besuchen und mit Frau Kurz von der Gemeindeverwaltung schauen, wie in Böhl und Iggelheim Asylbewerber versorgt und integriert werden.

Weiter möchte Philip einen Einblick in unser Schulwesen und in die Lehrerausbildung bekommen. Dazu gehört auch die Integration von behinderten Menschen. Gerne wollen wir ihm die Hasslocher Wichern-Werkstätten zeigen. Auch für die verschiedenen Gemeindegruppen soll Zeit sein.

So hat z.B. Frau Gilster für das Böhler Erzählcafé am Mittwoch, den 18.09.24, um 14.30 Uhr, einen Sondertermin eingelegt, damit Philip kommen und von seiner Heimatgemeinde erzählen kann. Alle interessierten Menschen sind dazu herzlich eingeladen! Frau Gilster bittet um Voranmeldung unter der Nummer 6941, damit sie sich mit Kaffee und Kuchen richten kann.

Ab 19. September halten sich unsere Gäste in der Pfalzakademie in Lambrecht auf. Von dort geht’s noch zum Landtag nach Mainz.
Am Schluss ist noch die Reflexion des Erfahrenen eingeplant und am 23. September fliegen unsere Partner um hoffentlich gute, nützliche und erfreuliche Erfahrungen reicher nach Hause. Auch für uns hoffe ich, dass es eine sinnvolle und schöne Zeit wird.

Ruth Prohl/Red.

Landkarte von Ghana

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